Öffentlichen Nahverkehr ausbauen

07.08.2020 | Der Patrrit/ von Michael Görge am 6. August 2020 18:45 Uhr
Die CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Gerwin (l.) und Mattias Bürger stellten das Wahlprogramm für die Legislaturperiode 2020 bis 2025 vor. Foto: Görge
Die CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Gerwin (l.) und Mattias Bürger stellten das Wahlprogramm für die Legislaturperiode 2020 bis 2025 vor. Foto: Görge

„Wir setzen uns ein! Unser Team für Sie! Für Anröchte!“, proklamiert Mattias Bürger, Vorsitzender des Gemeindeverbandes und der Fraktion im Rat die Ziele, mit denen die CDU Anröchte bei der Kommunalwahl im September bei den Wähler abermals punkten möchte. Gilt es für die Christdemokraten doch, ihre absolute Rats-mehrheit erfolgreich zu verteidigen. Zusammen mit seinem Stellvertreter in der Fraktion, Thomas Gerwin, stellte Bürger die CDU-Ziele, die im Verlauf der Legislaturperiode 2020 bis 2025 erreicht werden sollen, vor

Gutes Miteinander

Stichwort: Gutes Miteinander! Darunter verstehen Bürger und Gerwin „eine aktive Familienpolitik, die einerseits die Familien unterstützt und andererseits den Anliegen der älteren Generation gerecht wird“. Ein gutes Beispiel für dieses Miteinander ist für die beiden Politiker der Bereich rund um das Haus Elisabeth an der Hospitalstraße. Nämlich mit dem Seniorenheim, den Häusern des betreuten Wohnens, den Kindergärten und dem Caritas-Pflegezentrum. Diese Einrichtungen werden vom angrenzenden Wohngebiet und dem Ortskern, der ganz in der Nähe liegt, umschlossen.

Spielplätze

Um den Erfolg, den der neue Generationenplatz bereits in den ersten Wochen nach seiner Fertigstellung verbucht, wissend, sieht die CDU ihre Entscheidung dafür von den Bürgern als richtig bestätigt. „Und was ist mit den anderen Spielplätzen im Gemeindegebiet?“, fragte der Patriot nach. „Wir werden uns auch in Zukunft für eine Attraktivitätssteigerung der anderen Spielplätze in der Gemeinde einsetzen!“, blieb Bürger die Antwort darauf nicht lange schuldig.

Vereinsleben

„Als Säulen des Gemeinwohls in Anröchte“ sieht Thomas Gerwin insbesondere die Vereine, „die ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement erbringen“ und unterstrich: „Das gilt gleichermaßen für die Sport-, die Schützenvereine, die Kultur- und Heimatvereine als auch für die sozial/karitativen Vereinigungen.“ In den Fokus möchten die Christdemokraten auch weiterhin die Anerkennung und Unterstützung des Ehrenamtes rücken. Diese Aussage untermauerte Gerwin mit der Ankündigung: „Für die Vereine, Verbände, Vereinigungen und Organisationen ist es unser Ziel, eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung zu schaffen!“ Diese soll, war Gerwins Worten weiter zu entnehmen, zukünftig den Vereinigungen unter anderem bei Fragen von finanziellen Fördermöglichkeiten oder bei Rechtsfragen unterstützend zur Seite stehen. Eine entsprechende Position möchte die CDU im Stellenplan der Verwaltung somit verankert wissen.

Schulstandort

Für die Christdemokraten steht außer Zweifel, dass man, wie gestern und heute schon passiert, sich ebenso in der Zukunft für einen „starken Schulstandort Anröchte einsetzt“, wie es Mattias Bürger formulierte. Als ein wichtiges Instrument diesbezüglich sieht die CDU, dass die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben wird. Dies als notwendige Basis, „um den Umgang mit modernen Medien zu fördern“, erklärte Bürger. An erster Stelle steht dabei, dass zukünftig für alle Schüler Tablets zur Verfügung gestellt werden. Für die Finanzierung sollen die Fördermittel des Landes genutzt werden. Mit Blick auf die Sekundarschule Anröchte/Erwitte steht für die CDU fest, dass per Schulzweckverband die gute Kooperation mit der Stadt Erwitte fortgesetzt wird. In diesem Miteinander sieht Mattias Bürger, erläutert er auf Nachfrage näher, die Garantie, dass in Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune für die Anröchter Schüler eine umfassende Schulausbildung gesichert ist, beginnend in der Grundschule bis hin zum Abitur.

Wirtschaftswege

Das Wirtschaftswegekonzept, das derzeit von der Firma GE-Komm unter Einbeziehung der Bürgerschaft erarbeitet wird, trägt die CDU mit: „Dieses bietet später die Richtschnur für die Sanierung der Wege, die längst ja nicht nur der Landwirtschaft dienen, sondern auch unter dem Aspekt der Naherholung (Radfahren, Wandern und Spazierengehen) längst eine hohe Bedeutung haben.“

Gewerbegebiet

Konkrete Vorstellungen haben die Christdemokraten, damit sich das heimische Gewerbe weiterhin entwickeln kann. Außerdem müsse die Chance gegeben werden, „neue Betriebe anzusiedeln, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu garantieren“. Darum liegt bereits der CDU-Vorschlag auf dem Tisch, erinnerten Bürger und Gerwin, das Gewerbegebiet West in Richtung Norden, zur Autobahn 44 hin, in Zukunft flächenmäßig zu erweitern. Dies allerdings unter der Vorgabe, dass dies auch die örtlichen Rahmenbedingungen zulassen.

Klimaschutz

„Umwelt- und Naturschutz“, stellten die Fraktionsvorsitzenden heraus, „ist nicht nur ein Thema, dass die CDU allein beschäftigt. Die Themen sind vielmehr eine gemeinsame Gesamtaufgabe.“ Diesbezüglich sprechen sich die Christdemokraten konkret dafür aus, „ab der neuen Wahlperiode einen speziellen Umweltarbeitskreis zusammen mit allen anderen Fraktionen im Rat zu bilden.“ Erreicht werden soll, dass die biologische Vielfalt in den Fokus rückt und der CO2-Ausstoß weiter in Anröchte gesenkt wird. Die ersten Schritte, so der Bau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Gemeinde, seien gemacht. Nicht zuletzt auch mit den energetischen Investitionen im Schulzentrum; allen voran mit dem Blockheizkraftwerk. Gleichfalls spricht sich die CDU für weitere Baumanpflanzungen und die Anlage von Blühstreifen aus.

Mobilität

Beschlossene Sache ist, dass für die Gemeinde ein Mobilitätsentwicklungsplan erstellt wird. Dabei zogen die Ratsfraktionen an einem Strang. Dieser Zukunftsplan hat alle Mobilitätsformen zu berücksichtigen. Auf CDU-Vorschlag hat der Rat noch über den Beitritt zum Mobilitätsnetzwerk NRW zu beschließen. Davon erhofft man sich eine fachliche Begleitung. Ausgebaut werden soll und muss, so Bürger und Gerwin, der öffentliche Nahverkehr. Bedeutet, dass die Ortsteile besser angebunden werden. Die bisher schon guten Angebote – die S 60- und die R 61-Linie der RLG – sind durch „Demand Verkehre“ (auf Abruf) von und zu den Dörfern zu ergänzen.

Lebensbedingungen

Festgeschrieben ist im Wahlprogramm der CDU ebenfalls, dass die Gemeinde jungen Familien den Bau eines Eigenheims ermöglicht. Diesbezüglich sei wichtig, dass sowohl im Kernort als auch in den Dörfern Grundstücke zur Verfügung stehen und erschlossen werden. Unter dem Stichwort „Lebensbedingungen“ fordern Bürger und Gerwin im Namen ihrer Partei, dass eine Digitalisierungsoffensive von der Verwaltung gestartet wird und alle Möglichkeiten dafür ausgeschöpft werden.